8. Juli 2009, 00:35
I’m starting in the man in the mirror, I’m asking him to change his ways (…) if you wanna make the world a better place:
Take a look at yourself and then make a change…
Die halbe Welt (always remember (digital) inequality) schaute heute nach Los Angeles ins Staples Center (ein Ort von dem ich vorher noch nie gehört hatte) auf die Trauerfeier für den letzte Woche verstorbenen King of Pop Michael Jackson.
Ich hab auch reingeschaut, denn irgendwie bin ich mit seinen Songs großgeworden und er war eine jener Persönlichkeiten, bei denen man sich selbst nicht sicher war. Ich kenne niemanden der eine eindeutige Meinung von ihm hatte und jetzt, im Nachhinein und nach all dem ganzen TamTam, würde das auch keiner mehr zugeben.
#MJ hat die Welt verändert – vielleicht ja so wie er es in “heal the world” vorgesehen hatte – und es mutet seltsam an, dass das Billie Jean das erste Musikvideo eines schwarzen Künstlers auf MTV war und dass, obwohl Michael ein Weißer war – Wikipedia meint es war eine Pigmentstörung
Beeindruckend fand ich weniger die Trauerfeier, als viel mehr die Serverfarm von CNN, die einen qualitativ hochwertigen Stream inklusive knallvollem Facebookchat nebendran anboten (Video zwar mit ca. 2 Minuten delay vom “live” aber wen kümmert’s?”).
Das deutsche Fernsehen ZDF (die erste Stunde noch im ZDF, dann normales Programm, wieso das denn?!) ZDFinfo, Phönix und N24 haben ebenfalls übertragen und hatten auch “Experten” geladen – diesen ist es schwergefallen, ähnlich wie mir, die richtigen Worte zu finden über das Leiden und Sterben einer Ikone.
Als die durch und durch amerikanische Trauerfeier (hätte mich nicht gewundert, wenn zu den roten Rosen auf dem Edelsarg auch weiße Stars und blue ribbons gekommen wären und: wo waren eigentlich die großen Stars?) zu Ende war ging ich wieder ins Netz. Meine (fast ausschließlich deutsche) Timeline im Twitter sagt recht wenig zum Spektakel, die HotTopics sagen aber was anderes. (btw: ist das nun ein argument für oder gegen location based service?
) Die Amitweets bringen jedoch wenig Trost – mir fehlt irgendwie die wahre Netzemotion.
Ich suche weiter – will Musik von ihm hören – und wir wissen ja: da ist YouTube nicht immer die beste Adresse. Schon am Tag nach seinem Tod war mehr als die Hälfte (so schiens mir) der Videos über ihn für deutsche Nutzer geblockt (btw: und das jetzt!?). Ich geh zu meinem Last.fm, aber nirgends eröffnet sich mir die Chance ne Playlist mit mehreren Songs laufen zu lassen (nur Mischmaschplaylists und waah! aufm dem Michael-Jackson-Radio läuft Wham! mit Last Christmas und Cher mit dem ShoopShoopSong!?!?) – der Abwasch musste noch erledigt werden, so dass ich nicht nach jedem Lied wieder zum Rechner latschen und weiterklicken kann. Fündig wurde ich dann zumindest bei roccatune die CDs von ihm haben. (Danke für 2 Songs, Werbespot, 2 Songs, Werbespot… *nc*)
Schade fand ich aber dabei, dass keine der beiden genannten Seiten auf der Startseite oder sonstwo ein Special zu ihm hatten – verdamm mich, ich bin doch nicht die einzige, die heute abend was von ihm hören will! Selbst “seine” Website bietet mir immer nur 30 Sekunden Teaser der Songs.
[boooah, danke wordpress für deine auto-savings, mir is grad so das vista abgeschmiert... dummerweise sind meine shortnotes zu dem artikel dabei draufgegangen... und schon wieder verbring ich unendlich viel zeit bis ich endlich musik finde, die grade taugt]
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde, wenn jemand stirbt darf man nicht nur davon reden was für ein Mensch (Gott braucht Michael jetzt mehr als wir?! wtf?!?) jemand war, sondern man muss einen Moment innehalten und leben, was dieser Mensch einem bedeutet hat. Ich hab eine Kerze angezündet und bin zu Billie Jean in meinem Wohnzimmer abgerockt. Yeah, Baby.
just remember to always think twice
8. Juli 2009, 00:35
Triz philosophisch gedacht, webcomment digitale Gesellschaft, fernsehen, Internet, last.fm, location based service, Michael Jackson, musik, roccatune, Video, Youtube Hinterlasse einen Kommentar
Die halbe Welt (always remember (digital) inequality) schaute heute nach Los Angeles ins Staples Center (ein Ort von dem ich vorher noch nie gehört hatte) auf die Trauerfeier für den letzte Woche verstorbenen King of Pop Michael Jackson.
Ich hab auch reingeschaut, denn irgendwie bin ich mit seinen Songs großgeworden und er war eine jener Persönlichkeiten, bei denen man sich selbst nicht sicher war. Ich kenne niemanden der eine eindeutige Meinung von ihm hatte und jetzt, im Nachhinein und nach all dem ganzen TamTam, würde das auch keiner mehr zugeben.
#MJ hat die Welt verändert – vielleicht ja so wie er es in “heal the world” vorgesehen hatte – und es mutet seltsam an, dass das Billie Jean das erste Musikvideo eines schwarzen Künstlers auf MTV war und dass, obwohl Michael ein Weißer war – Wikipedia meint es war eine Pigmentstörung
Beeindruckend fand ich weniger die Trauerfeier, als viel mehr die Serverfarm von CNN, die einen qualitativ hochwertigen Stream inklusive knallvollem Facebookchat nebendran anboten (Video zwar mit ca. 2 Minuten delay vom “live” aber wen kümmert’s?”).
Das deutsche Fernsehen ZDF (die erste Stunde noch im ZDF, dann normales Programm, wieso das denn?!) ZDFinfo, Phönix und N24 haben ebenfalls übertragen und hatten auch “Experten” geladen – diesen ist es schwergefallen, ähnlich wie mir, die richtigen Worte zu finden über das Leiden und Sterben einer Ikone.
Als die durch und durch amerikanische Trauerfeier (hätte mich nicht gewundert, wenn zu den roten Rosen auf dem Edelsarg auch weiße Stars und blue ribbons gekommen wären und: wo waren eigentlich die großen Stars?) zu Ende war ging ich wieder ins Netz. Meine (fast ausschließlich deutsche) Timeline im Twitter sagt recht wenig zum Spektakel, die HotTopics sagen aber was anderes. (btw: ist das nun ein argument für oder gegen location based service?
) Die Amitweets bringen jedoch wenig Trost – mir fehlt irgendwie die wahre Netzemotion.
Ich suche weiter – will Musik von ihm hören – und wir wissen ja: da ist YouTube nicht immer die beste Adresse. Schon am Tag nach seinem Tod war mehr als die Hälfte (so schiens mir) der Videos über ihn für deutsche Nutzer geblockt (btw: und das jetzt!?). Ich geh zu meinem Last.fm, aber nirgends eröffnet sich mir die Chance ne Playlist mit mehreren Songs laufen zu lassen (nur Mischmaschplaylists und waah! aufm dem Michael-Jackson-Radio läuft Wham! mit Last Christmas und Cher mit dem ShoopShoopSong!?!?) – der Abwasch musste noch erledigt werden, so dass ich nicht nach jedem Lied wieder zum Rechner latschen und weiterklicken kann. Fündig wurde ich dann zumindest bei roccatune die CDs von ihm haben. (Danke für 2 Songs, Werbespot, 2 Songs, Werbespot… *nc*)
Schade fand ich aber dabei, dass keine der beiden genannten Seiten auf der Startseite oder sonstwo ein Special zu ihm hatten – verdamm mich, ich bin doch nicht die einzige, die heute abend was von ihm hören will! Selbst “seine” Website bietet mir immer nur 30 Sekunden Teaser der Songs.
[boooah, danke wordpress für deine auto-savings, mir is grad so das vista abgeschmiert... dummerweise sind meine shortnotes zu dem artikel dabei draufgegangen... und schon wieder verbring ich unendlich viel zeit bis ich endlich musik finde, die grade taugt]
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde, wenn jemand stirbt darf man nicht nur davon reden was für ein Mensch (Gott braucht Michael jetzt mehr als wir?! wtf?!?) jemand war, sondern man muss einen Moment innehalten und leben, was dieser Mensch einem bedeutet hat. Ich hab eine Kerze angezündet und bin zu Billie Jean in meinem Wohnzimmer abgerockt. Yeah, Baby.