armes blog, hab ich dich schon so lang vernachlässigt… erst faschingsurlaub und dann wieder in die vollen – da blieb für dich nix über… aber: morgen sind wieder gautinger internettage und ich hoffe doch, dass ich danach was zu bloggen hab! (abgesehen davon hab ich eh noch n paar thoughts in mind…)
Blog-Tweet: “war heute das erste (und hoffentlich letzte) mal suhsi essen.”
der filttr zickt ganz schön – so nett er is, der server packts nicht mehr so wirklich. wobei… der twitter war heut auch zwischenzeitlich down
wen ich aber zwischenzeitlich lieben gelernt hab ist der last.fm – noch bin ich zwar nicht registriert (es fehlt das post-it “was bringt mir eine registrierung”!) aber die radios taugen mir sehr. hab ne nette musikreise durch 60s, 70s, und 80s gemacht
zum blip.fm wurd ich jetzt schon zweimal eingeladen – aber ich hatte noch keine zeit/nerv mich damit zu beschäftigen. und ich muss sagen auf anhieb hab ich den mehrwert noch so nicht gesehen… und “join – it’s free” reicht mir als argument nicht und ich bin zu faul das video anzukucken.
in nem bericht heute das erste mal von digital natives gehört. bezeichnet die generation, die im internet aufgewachsen ist – ich fürchte ich bin eher n schwellenkandidat, aber irgendwie genieße ich auch auf vergangenheit mit visual-basic programmierten bananenwerfenden affen zurückschauen zu können – da war mal noch gar nix geflashed und schon gar nichts “serious game” – was hat der Lobo gemeint? wie ne Party mit alkoholfreiem Bier?
ich glaube vielmehr, dass auch Killerspiele (pfui) durchaus was von serious games haben können. Zudem wieder was ausm Fernsehen gelernt: “Killerspiele” ist eigentlich nur eine schlecht angelehnte Übersetzung von Egoshooter. Hab das halbe letzte Wochenende mit der Playstation 2(!) verbacht und in Odin’s Sphere auch nur Monster umgemetzelt . Dabei habe ich meinen Charakter – und mich auch – um viele Levels weiterentwickelt (dabei auch so viele virtuelle äpfel gegessen, dass es mich für mein ganzes letztes jahr entschädigt – an apple a day…) Es würde zu weit führen drüber zu philosophieren was man alles in 43h savegame (und noch anderen 40h 50h 60h 70h…sonstwie savegames) lernt – auf jeden fall aber am Ball zu bleiben, schneller und geschickter mit den daumen zu werden – da komme ich gleich wieder zum nächsten: jamlegend – ich mein, guitarhero in lieblingsbesetzung (lead in hard für mich, soni am bass und max am schlagzeug) ist schon prima – aber ne webfassung und der beatmodus beweisen, dass sich, troz 10 Jahren nicht am Piano, Klavierunterrichtsstunden in der Pubertät doch bezahlt machen.
so – genügend themen für heute – damit dürfte sich der title dieses posts auch selbsterklärt haben
ps: falls es einem in wikipedia mal flutet: bilde die begriffe einfach wie ein gehirn ab!
Farmville – (m)eine Rezension
6. März 2010, 17:59
Triz ein paar websites, webcomment facebook, farmville, Onlinespiel Hinterlasse einen Kommentar
Was hat es also auf sich mit der beliebtesten Anwendung von Facebook? Farmville ist ein Browsergame – es läuft also im Internet statt wie sonst Spiele auf CD. Spiele die 2010 auf CD/DVD erscheinen, haben eine qualitativ hochwertige, anspruchsvoll tolle Graphik und sind meistens sehr realistisch. Farmville ist da weit davon entfernt – es erinnert an Spiele der 1990er Jahre. Wie der Name schon suggeriert, geht es im Spiel ums Farmen – also ein (virtuelles) Land bestellen. Es zählt zu den Echtzeitsimulationsspielen, wobei die Zeit in der Früchte, Felder und Bäume wachsen mit Reallive wenig gemeinsam haben. Beispiel: Erd- und Blaubeeren sind bereits nach 4h erntereif – kommst du nicht wieder rechtzeitig auf deinem Hof vorbei, verwelken die Pflanzen und du verlierst den Ertrag. Oh Nein! – denn hier kommt eine wichtige Komponente hinzu: Geld in zweierlei Währung. FarmvilleCoins und FarmvilleDollars die man als Investition in Haus, Hof und Garten braucht. Man könnte echten Cash gegen sie tauschen, aber ich habe noch keinen Cent ausgegeben und das hat mehrere Gründe:
Ich spiele nun knapp 2 Wochen und bin mittlerweile bereits Level 23 mit einem 3mal erweiterten Grundstück und zahlreichen, nett eingerichteten Plätzen, n Haufen Viecher und ein paar Bäume. Ich hab es also auch auf ehrlichem Wege verdient mir (m)eine (virtuelle sowie fiktive) Zukunft aufzubauen – mehr Geld hätte meinen Fortschritt vermutlich noch weiter gepushed, allerdings war es so schon relativ anstregend mehrmals täglich “nach dem Rechten” zu sehen und pünktlich zur Stelle zu sein, wenn ich ernten und durch neusäen weitere Erfahrungspunkte sammeln muss.
Weitere wichtige Rolle spielen die Nachbarn deiner Farm – Facebookfreunde, die ebenfalls spielen und in virtueller Erde nach Benefits graben. Ohne sie kriegst du deine Country-Kitsch-Collection nicht voll, hast keinen Regenbogen am Ende des St. Patricks Day Topfs und keine gedüngten riesen Früchte/Blumen/Gemüse. Du brauchst sie, wenn du nicht echtes Geld gegen Farmdollars tauschen willst, um deinen Pferdestall zusammenzubauen… aber eine dreckige Farmerhand wäscht die andere und so klickt man selber auch fleißig mit, um sie in ihrem großen Farmertraum zu unterstützen.
Spielen kann man direkt “im Facebook” oder über die Website von farmville.com – egal wo man es versucht, die Ladezeit ist grottig, der Browser zerbröselt (“Keine Rückmeldung”saussetzer, andere Tabs sind währenddessen undenkbar) und dein ganzer Rechner scheint Schwierigkeiten zu kriegen, falls du den Vollbildmodus versuchen willst. Farmville ist beta und damit Entwicklungsunfertig, was an vielen Stellen deutlich zu sehen ist. Geschenke gehen manchmal im luftleeren virtuellen Raum verloren – denn sie sind nicht direkt im Flashgame sondern als Facebookrequests eng mit Timelines verbunden, die das Rumklicken weiter steigern und die Ladezeiten abschießen. Meine 17 Nachbarn tatsächlich alle auf ihrer Farm zu besuchen dauert gefühlte 2,5 Stunden und soviel Zeit habe ich nicht.
Nichtsdestotrotz ist mir meine kleine Farm schon richtig ans Herz gewachsen und der Wettbewerb mit Freunden, Specialgegenstände und den Spaß am kreativen Austoben empfinde ich als anregende Freizeitbeschäftigung – und es bleibt aber ein weinendes Auge, dass ich wahrscheinlich aus dem Spiel rausgewachsen sein werde, wenn es in den Alpha geht.
Würde ich wirklich mein Leben ab morgen als Bäuerin bestreiten müssen, wäre ich heillos überfordert – wichtig auf meiner Farm war mir zwar der “Praxisbezug” – den häßlichen Telefonkabelmasten hab ich nur gekauft um mir meinen DSL Anschluss zu sichern – aber als Pixelmädchen mit dem virtuellen Traktor rumzufahren, kann ich mir dann doch nicht vorstellen. Trotzdem schmeckt eine Überdosis Farmville nach Realitätsverlust – meine heile, kleine virtuelle Welt: mein Hof, mein Haus, mein Goldtopf.
70 Level scheint es zu geben – gesetzt den Fall, dass ich mich ähnlich weiterentwickle, wie in den letzten 2 Wochen losgeflogen bin, kann ich es noch vor meinem Geburtstag schaffen “es durchzuspielen” – doch wenn ich an die Stunden denke, die ich da sitzen, warten und dann klicken muss, gruselt es mir die Zeit so derartig zu verplempern und es reift die Idee lieber einen echten Balkonkasten für den Frühling zu pflanzen und die Tage und Realzeit wieder zu genießen. Auf meiner Farm ist es nie abends, morgens, nachts – es regnet nie und es scheint nie die Sonne (und es würde niemals so wie in RL im März nochmal Schnee geben! BAH!) – es kommen zwar Nachbarn vorbei und lassen Dünger da – aber reden tun wir deswegen noch nicht miteinander – eigentlich schade.
Durch die enge Verflechtung mit dem Facebookprofil kann ich gut nachvollziehen, dass Farmville “love it or hate it” Effekte auslöst – für nicht Spieler sind die vielen Pinwandposts Spam in der Neuigkeitenliste. Bevor ich selbst angefangen hatte zu spielen, hatte ich den ganzen Kram geblockt und nichts mehr davon mitgekriegt, so dass ich Flamegruppen a la “Schick mir noch eine Farmvilleeinladung und ich fackel deine Farm ab” für deplaziert und etwas übertrieben halte. Aber es gibt da ganz andere Gruppen, für die deplaziert und etwas übertrieben noch schmeichelhaft wäre.
Abschließend denk ich: Nachdem ich schon nicht WoW, SecondLife oder ähnliches ernsthaft mitbetreibe ist es okay landschaftsarchitektonischen Spinnereien nachzuhängen und mich an bunten Pixeln zu erfreun. Wer es wirklich verstehen will, sollte es selbst versuchen, vielleicht werden wir ja Neighbors…