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Der “Was is eigentlich Twitter” Post

Verfasst von: Triz in: 12. März 2009, 19:06

Ich hab mitbekommen, dass enormer Erklärungsbedarf besteht! Auch wenn dieser Post vermutlich/leider dazu beitragen wird, dass Twitter an Exklusivität verliert, finde ichs doch wichtig “die Massen” (meiner Leser ;) ) aufzukären und hier einen kleinen Twitterkurs zu halten. Orange Zeilen im Kurs kennzeichnen Copy-Paste-Beispieltweets. Auch für Leute, die schon dabei sind, sind noch n paar bissige extra goodies dabei und nicht zu vergessen ein paar Followempfehlungen. Los geht’s!

Twitter ist…

  • Micro-Blogging – sprich: alles, wirklich alles, findet in 140 Zeichen statt
  • Die Raucherpause des web2.0 – es werden viele informelle News ausgetauscht
  • auch ein Newsticker – es gibt auch formelle News von Nachrichtendiensten, meist automatisiert, z.B. @tagesschau
    oder @heiseonline
  • kurzweilig – da die Timeline (dazu gleich) immer weiter läuft, gibt es keine Posts von Ewigkeitsdauer
  • Spaß – es gibt Links zu entdecken, da wär man echt “nie” drauf gekommen
  • Lobbying und Echtzeitkrimi – spannend war @netzpolitik gegen die Deutsche Bahn zu followen. Bei Terroranschlägen und Amokläufen endlich nichts, keinen furz mehr, verpassen. Klar, Twitter kann irgendwie auch stressen…
  • einfach – registrieren und loszwitschern. und einmal die basics erfasst gibts ne Menge zu entdecken (dazu dann mehr im zweiten Teil meines Tutorials, das ich in nem späteren Blogpost noch ergänze)

Twitter ist nicht…

  • Kennenlernplattform – klar kann man neue Kontakte knüpfen, aber es gibt keine klassischen Profile. Nutzer können kleine Texte (ja, richtig, 140 Zeichen) über sich eingeben und einen Link über sich definieren
  • Gruppenkommunikation – durch @replies und hashtags (dazu gleich) kann zwar sehr wohl ein zusammenhängender Kommunikationsstrom entstehen, es gibt aber keine Gruppen denen man beitreten muss/soll etc.
  • immer komplett ernst zu nehmen – 140 Zeichen lassen schon vermuten, dass da Infos entweder schwerst komprimiert oder zusammenhangslos gepostet werden. Du musst nicht alle Tweets verstehen!

Was ist die Timeline?

So – nehmen wir an du startest und registrierst dich bei Twitter – was du danach postest heißt nicht Post, sondern Tweet. Tweets schreiben – Das machst nicht nur du, sondern auch die vielen 100 000 anderen Twitters – heißt also es gibt n ganzen Haufen Tweets. Damit irgendeine Logik dahinter bleibt, werden die Tweets chronologisch sortiert – die neusten immer oben – das ist die (public) Timeline. Wenn du jetzt aber alle Accounts ankuckst hast du nen riesigen Kauderwelsch beinander – deswegen macht es Sinn deine Timeline zu pflegen – also keep on reading!

Was kann ich verfolgen?

  • Following_me

vielmehr die Frage: wen soll ich verfolgen? Wenn du Accounts anderer Twitterianer anschaust und dabei eingeloggt bist siehst du unter deren Nickname einen Knopf “Follow” mit dem du die Möglichkeit hast die Updates (also die Tweets) der Person in deine persönliche Timeline aufzunehmen. Als Neuling kannst du ruhig in die vollen greifen und mutig losfollowen – je mehr Leute von dir verfolgt werden, desto vielfältiger entwickelt sich deine Timeline. Jedoch wird auch ziemlich schnell klar, dass du viele Tweets zu lesen bekommst, je mehr Leute verfolgt werden, weswegen sich dann auch schnell ein Überflutungseffekt einstellt. Wenn du ein Profil betrachtest gibt es keinen Hinweis drauf ob es Sinn macht für dich der Person zu folgen – du siehst die Kurzbeschreibung und seine letzten Tweets und musst anhand dieser wenigen Infos beurteilen, ob der/diejenige was tweeten wird, was dir Freude bereiten/dich interessiern wird oder du nicht verpassen willst.

Ganz wichtig zu verstehen: Folgen hat nichts mit Freundschaft oder sonstiger Beziehung zu tun – du kannst alle und jeden verfolgen, es gibt keine Einschränkungen (ausser Timelines sind protectet – also ein “nicht-öffentlicher” Twitter – zu erkennen am kleinen grauen Schlosssymbol)

  • Follower (followers_me)

So wie du andere Leute verfolgen kannst, können auch die Leute dich verfolgen. Es gibt keine fixe Regel, dass du Leute, die dir folgen zurückverfolgst – aber es ist höflich es zu tun. In den Einstellungen kannst du dich über neue Verfolger via Mail benachrichtigen lassen.

  • Profillinks

Twitterprofile sind easy zu finden – der Link hat immer die gleiche Syntax: http://twitter.com/benutzername – also in meinem Fall http://twitter.com/trizblog

@trizblog – was sind @replies?

Es ist möglich Tweets direkt an Personen zu richten und damit entweder jemand anzusprechen oder auf einen Tweet zu antworten – dafür gibt es die @replies. Twitter.com erkennt diese nur, wenn das @trizblog am Anfang (erstes zeichen @!) des Tweets gesetzt wird. Andere Anwendungen (womit man noch twittern kann als via web/mobile web kommt dann in Teil 3 des Tutorials) erkennen die Replies auch, wenn sie später im Tweet gesetzt werden. Replies sind i.d.R. öffentlich für alle (auch und gerade für deine follower) lesbar.

ja, okay, aber wozu dann Direct Messages?

für die Nachrichten, die nicht in der Timeline auftauchen sollen – also privat sind. Trotzdem: auch hier gibts nur 140 Zeichen!

Sonstiges

  • Friends: Von Friends kann man pseudomäßig reden, wenn du jemanden folgst der dir folgt und umgekehrt ;)
  • #Hashtags: tja, was sind tags? falls du wirklich noch nie was davon gehört hast, zieh dir auf jeden fall noch meinen blogposts zu tagclouds und den wiki zu folksonomie rein. In Kürze erklärt: mit der raute am anfang des Begriffs kennzeichnest du ein Wort als tag – so kannst du tweets zu gleichen tweets clustern und damit eine thematische timeline bekommen. (Beispiel #LOST is ne freshe Serie zu ders immerwieder Tweets gibt. Aber: lost – das wort – kommt auch in tweets vor, in denen es gar nicht um die Serie geht) – sei kreativ mit hashtags, aber übertreibs nicht und was gar nicht geht sind umlaute oder/und leerzeichen!
  • RT: ReTweet – dir gefällt der Tweet von jemand anders? gib ihn weiter – ReTweete ihn – kennzeiche dabei aber auch von wem du den Tweet weiterschickst mit RT @trizblog Viel Vergnügen mit dem Twittergrundkurs http://twiturl.de/cehce
  • Twiturls/Tinyurls/und andere Stümmellinks: das Thema mit den 140 Zeichen hatten wir ja schon – allein die url von diesem blogpost: http://trizblog.wordpress.com/2009/03/12/der-was-is-eigentlich-twitter-post hat mehr als 80 Zeichen – wie praktisch wärs das auch als wegwerfweiterleitung in weniger zeichen zu haben? http://twiturl.de/cehce 23 Zeichen reichen auch.
  • Auf Twitterwalls laufen Timelines zu einem vorher definierten Hashtag – jeder kann die Wand mit seinem Tweet erweitern, wenn er entsprechenden #tag verwendet. Ich selber hatte bisher auch noch nicht das Vergnügen in RL vor einer zu stehen, aber ich arbeite dran ;)
  • followfriday: wie komm ich an neue leute ran? ganz klar: freitags auf den #followfriday (englisch) oder #followerfriday (deutsch) zu achten. Aber bitte frag nicht warum wir sprachunterschiedlich follow(er)fridayn und: kennst du selber jemand guten zum weiterempfehlen: tweet it! (like this: @trizblog für den heutigen #followerfriday wegen ihrem unwiderstelichen Twittereinführungskurs http://twiturl.de/cehce)

Soweit dann erstmal. Jetzt tob dich n paar Tage/Wochen aus und dann kommt auch schon Teil 2 des Kurses über lustige Webaddons und Specialtwitterrumspielerei. Der dritte Teil wird sich noch mit “twittern, aber wie?”, quasi tweet im web-interface, mobile web und anderen lustigen Addons beschäftigen.

Ach und noch ne Hausaufgabe: Tweet this!

2 Antworten zu "Der “Was is eigentlich Twitter” Post"

Ja super – Danke für deine tolle Zusammenstellung – freu mich schon auf Teil 2 ;-)

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Thinking Triz in dig.italy every day

born digital native
Abi 2002
Dipl. Sozpäd 2007
Lehr- UND Datenschutzbeauftragte 2008
seit 2003 beschäftigt im nonprofit Schnittstellenmanagement zwischen IT und Geisteswissenschaft

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