April 9, 2008...8:05 Uhr nachmittags
auf der web 2.0 Suche…
Heute will ich endlich eines der lästigen Probleme lösen, die sich durch “scheiße ich hab mehr als einen Rechner” ergeben: Die Pflege von Bookmarks…
Da kommt mir doch social bookmarking entgegegen! Ich muss mich also nur noch für einen der vielen Anbieter entscheiden und vorher hübsch recherchieren ob das was ich suche auch dabei ist. hmpf…
Auf der Suche stoß ich über allerhand Blogs, die sich mit dem Thema social bookmarking auseinandersetzen.
(Nebenbei fällt mir auch noch auf, dass verdammt gerne auf dem eduCamp reingeschaut hätte, aber leider am Termin nen Chatworkshop halten muss)
Ein Blog über das ich glatt heute erst das erste Mal gestoßen bin hat es mir gleich angetan:
zweinull.cc
Soviele spannende Themen! Auch zu den Bookmarks gibts Empfehlungen und Meinungen - ich jage dennoch noch weiter. Noch ist das nicht dabeigewesen was ich mir vorstelle. (ach und Jungs: Klasse Ding - wenn ihr mal was über Onlineberatung schreiben wollt sagt bescheid
Ich suche also weiter und finde eine Liste mit den “Top 30″ Anbietern - de.licio.us (war der erste Anbieter von dem ich gehört habe) ist komischerweise nicht mal dabei - also hilft mir die Seite wohl auch nicht weiter. Google ist diesmal wenig Freund - viele zu viele Treffer und ne Menge Skripte für Pages dabei, die gleich mal alle Dienste mit sich selbst versorgen. Viel zu viele Treffer und genau da sind wir bei der Wurzel des Problems… Die Pluralität der Angebote fragmentiert die NutzerInnen, das große Rennen um den besten Dienst ist noch nicht entschieden und das Schlagwort “Kompatibilität” - also einfach von einem zum andern - scheint kaum vorhanden. Ein riesen Web 2.0 Problem, das ja im Sinne des Erfinders war - soll ja so sein, dass jeder mitmischen darf. Völlig klar auch, dass dieses Problem nicht nur die (minimal wenigen) SocialBookmarker betrifft sondern längst als Massenseuche auch bei den Communities (die heißen ja jetzt Social Networks) um sich greift, wie letztins in The Economist zu lesen war. (Anderer Artikel dort geht um den großen Wikipediastreit - das sprengt hier jetzt aber wirklich den Rahmen)
Weiter also auf der Suche - andere herangehensweise, schaun wir doch mal was der Addonmarkt für meinen Firefox rät. Auch auf dieser Wiese wenig saftiges Gras… nicht das was ich mir vorstelle.
Nach 2h Recherche bin ich schon gut frustriert. Kleines Zuckerl - Spurl (auch son Dienst) hat mir folgendes hochgerechnet:
Given these assumptions, you have used 101370 minutes on the web so far.
That equals roughly 1690 person hours
…or roughly 211 person days
…or roughly 10 person months
Spätestens jetzt habe ich das Gefühl dass etwas passieren muss:
“the web is very much like the physical world, making things better in some ways and worse in others. it is not transforming. if you want to make a revolution, go offline.” (nach Eric M. Uslaner)
In diesem Sinne und ganz nach der Löwenzahnmanie: Abschalten (für heute)

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